Die Zukunft der Arbeit
Geht uns die Arbeit aus? Ist das so schlimm?


Donnerstag, 21. April 2005, Uni-Campus Wien

TeilnehmerInnen:
Mag.a Margit Appel, Kath. Sozialakademie Österreichs
Univ.Doz. Dr. Manfred Füllsack, Uni Wien, Institut für Philosophie

Moderation: Julia Schriffl
Veranstaltung, Organisation: Julia Schriffl, Robert Francan, Attila Cerman


Mag.a Margit Appel, Kath. Sozialakademie Österreichs:

Soziale Sicherheit orientiert sich am Normalarbeitsverhältnis.
Darunter wird immer noch dauerhafte Vollzeitarbeit, die Existenz sichert und im Sozialversicherungssystem voll integriert ist, verstanden.
Das gibt es aber immer weniger. Das hat es für Frauen oder für Menschen mit nicht marktfähiger Qualifikation nie gegeben.
Unbezahlte Arbeit wurde und wird an Frauen delegiert.

Ein bedingungsloses, existenzsicherndes Grundeinkommen ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben in Würde für alle.


Univ.Doz. Dr. Manfred Füllsack, Universität Wien, Institut für Philosophie:

Die Arbeit befindet sich im Wandel. Was früher primär mit ihr assoziiert worden ist, nämlich körperlich anstrengende Aktivitäten, findet heute in erster Linie am Wochenende statt. Die Arbeitswoche ist dagegen für viele von Wissensarbeit geprägt. Und wie diese spezialisieren sich die Arbeitsarten. Die Feststellung, was Arbeit ist, wird damit immer schwieriger - und teurer.

Die Einführung eines bedingungslosen, existenzsichernden Grundeinkommens könnte Bürokratie und Sozialbetrug ersparen und mehr Freiheit für Bildung, für Kreativität und unabhängige Beziehungen mit sich bringen und so die Chancen auf ein gelungenes Leben erhöhen.



Standpunkte



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